Was ist so ein Podcast denn überhaupt?

Es soll ja Menschen geben, die sich unter dem Begriff Podcast nichts oder nur wenig vorstellen können. Aber selbst unter den Erleuchtenden, für die Podcasts das Radio der Zukunft™ sind, fragt sich vielleicht der Eine oder Andere: Wie zur Hölle muss ich denn den Quatsch hier konsumieren, damit das alles Sinn ergibt?!?

 

Also, dann mal von Anfang an …

1. Jetzt mal Tacheles: Was ist ein Podcast?

 

Podcasts sind abonnierbares Audio. Aber Podcasts sind noch so viel mehr: Was Netflix und Amazon Prime für Serien sind, sind Podcasts für Hör-Inhalte. Zeitsouveränes Radio als logische Konsequenz eines zunehmend nicht-linearen Medienkonsums. Klingt verschwurbelt, ist aber ganz einfach:

 

Bei Podcasts hört ihr WAS ihr wollt, WANN ihr wollt und mit so vielen Pausen WIE ihr wollt. 

 

Das Charmante daran: Podcasts unterliegen keinen Beschränkungen, wie wir sie aus dem Radio gewohnt sind. Sie werden nicht von Verkehrsnachrichten unterbrochen (meistens). Sie müssen sich keinen minutiös durchgetakteten Sendeplänen unterordnen (meistens). Und wo sich im Radio professionell gekünstelte Sprechern partout dagegen wehren, den Zuhörern auf Augenhöhe zu begegnen, schaffen Podcasts genau das: Nähe, Vertrautheit, Einblicke in Persönlichkeit und Seelenleben (meistens).

 

Jaja, das alles kommt mit Ausnahmen: Auch das Radio hat gute und persönliche Formate – und auch in der Podcastwelt tummeln sich quietschverkünstelte Profischreihälse und seriös durchproduzierte Sendungen. Trotzdem: Was Podcasts so sexy macht, ist die „Indie-Szene“. Jeder kann seine Version von Radio machen, und jeder kann damit ein riesiges Publikum erreichen. Oder seine Nische – und davon gibt es mittlerweile wahnsinnig viele!

Wir sind so „Indie“, wir nehmen überall auf – und wir haben sogar Aufkleber auf den Macbooks …

2. Welche Formate gibt es?

Podcasts haben viele Facetten. Von der täglichen Nachrichtenshow bis zum Interviewformat. Von der durchstrukturierten Geschichtstalkrunde bis zu experimentellem Chaos. Video-Podcasts sein hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt – deren Relevanz hat in den vergangenen Jahren immer mehr abgenommen.

 

Strukturell reichen die Podcasts von minutiös-vorgeplant bis chaotisch-abeschweifend und von kurz-prägnant bis episch-ausufernd. Und das für alle Themen, die ihr euch so vorstellen könnt. Geschichte, Physik, Astronomie? Alles da. Zeichnen, verkaufen, fotografieren? Gibt’s ebenfalls. TV-Serien, Brett-Spiele, längst vergessene Filmperlen? Auch daran mangelt es in der Podcast-Welt nicht.

 

Podcast sind vielseitig, schrill, chaotisch, laut, anarchistisch, bunt … kurzum: toll!

Es gibt viele Podcast-Formate ... und wir sind mittendrin!
Es gibt viele Podcast-Formate ... und wir sind mittendrin!

Das Apple-Podcast-Verzeichnis listet aktuell fast 70 Kategorien für Podcasts – da sollte eigentlich jeder etwas für sich finden.

3. Wie kann ich Podcasts hören?

Entweder hört ihr euren Lieblingspodcast direkt auf der entsprechenden Webseite oder aber – und das ist viel praktischer – über einen sogenannten Podcatcher. Das ist eine App auf eurem Mobiltelefon, in der ihr Podcasts wie den unseren (oder einen der unzähligen anderen tollen Produktionen) einfach abonnieren könnt. Dann erhaltet ihr eine Benachrichtigung, wann immer es eine neue Folge gibt – und je nach App lädt diese die Folge dann sogar automatisch herunter. Praktischer geht’s kaum!

 

Apps sind beispielsweise: Apple Podcasts (im iTunes-Store), Google Podcasts (bei Google Play),  Pocket Casts (bei Google Play, im iTunes-Store, im Web), Podcast Addict (bei Google Play), oder, oder, oder. Ein paar Empfehlungen dazu gibt’s auch bei der Metaebene.

 

Vielleicht fragt ihr euch ja aber auch, bei welcher Gelegenheit ihr Podcast hören könnt – denn da haben wir schon die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht: Während die einen gebannt vorm Rechner sitzen und – quasi modal – Podcasts hören, ist das im Grunde eigentlich auch eine wunderbare Beschäftigung für nebenbei: Bei der Haushaltsarbeit. Beim Autofahren. Beim Rasieren oder Duschen. Beim Sport. Beim Sex. Beim Kinderkriegen. Beim Mittagessen. Beim Einschlafen. Also bei allem, bei dem euch nicht gerade jemand ins Ohr sabbelt und ihr auch nur ein Mü eurer Aufmerksamkeit abzwacken könnt.

Ja, Podcasts kann man auch über Kopf hören.
Ja, Podcasts kann man auch über Kopf hören.

4. Wie sollte ich Ach? am besten hören?

Wenn ihr schon mal hier seid: Ihr könnt unseren Podcast einfach direkt hier auf der Webseite anhören. Oben im Headerbereich unserer Startseite ist beispielsweise die jeweils neuste Folge eingebunden (außer ihr seid mit dem Handy unterwegs, dann findet ihr da einen Link zur Beitragsliste) – oder ihr werft einen Blick ins Archiv und sucht euch eine Folge aus.

 

Wenn ihr hingegen einen Podcatcher verwendet, könnt ihr darin einfach nach „Triumvirat“ suchen – in den meisten Podcast-Verzeichnissen sollten wir auf diesem Weg ganz einfach zu finden sein. Oder ihr abonniert manuell unseren Feed. Freilich sind wir außerdem in den Podcast-Verzeichnissen von Apple, Google und Spotify zu finden.