28 – Der Geile Seeteufel Graf von Luckner

Im Ersten Weltkrieg wird Felix Graf von Luckner zum Star der Deutschen Marine. Und das, ohne dass jemand – egal ob Freund oder Feind – bei seinen tollkühnen Manövern Schaden nimmt. Nach dem Krieg wird er zum Vorbild, tourt durch die USA, ist der angesagteste Deutsche im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ob der Seeteufel aber wirklich so toll ist..? Let’s find out! 

Viel Spaß mit Folge 28 von Ach? Dem Triumvirat für historisch inspirierte Humorvermittlung!

3 Stunden, 7 Minuten. Shownotes. Bilder. Vielleicht auch umgekehrt … 


Danke fürs Hören (und Lesen)!
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12 Kommentare
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    Dirk
    Veröffentlicht 21:21h, 01 März Antworten

    Ich wurde gerufen?
    Zur Minensperre überwachen. Wenn man Minensperren nicht überwacht dann kann der Gegner diese unbeobachtet räumen und dann irgendwann plötzlich durch das „Minenfeld“ fahren und an einer Stelle sein wo man sie nicht erwartet. Gilt übrigens nicht nur für Seeminen sondern für praktisch alle Arten von Sperren.

    Seeminen gab es bei beginn des ersten Weltkrieges schon seit über 50 Jahren, allerdings waren sie erst seit wenigen Jahren wirklich allgemein Einsatzfähig. So eine Ankertautmine mit Voreilanker hat übrigens schon eine Mechanik an der bestimmt lange gegrübelt wurde.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ankertaumine#Ankertaumine_mit_Voreilanker

    Zur Skagerrakschlacht, da hätte man ein paar Worte mehr zu sagen können. War schließlich die größte Seeschlacht des 1. Weltkrieges. Schlachtschiff Kronprinz, bzw. ich verwende lieber die zeitgenössische Bezeichnung Großlinienschiff wird übrigens schon grob mitbekommen haben wie die Schlacht gelaufen ist. Die größeren Schiffe fuhren alle in einer Linie (ok, am ende in der Nacht wurde es chaotischer). Auch Munition wird wohl noch vorhanden gewesen sein. Insgesamt ist es aber umstritten wer gewonnen hat. Deutschland hat mehr versenkt, aber das Kräfteverhätniss der Hochseeflotten an sich ist gleich geblieben.

    Wenn ich es richtig ableite hatte die Seemöwe als Bewaffnung 10.5cm/45 SK C/06, eine damals durchaus moderne Waffe. http://navweaps.com/Weapons/WNGER_41-45_skc06.php
    Gegen Bewaffnete Handelsschiffe hatte man zusätzlich den Vorteil das man normalerweise eine deutlich bessere Artilleristische Ausbildung hatte als die Zivilisten auf Handelsschiffen.

    Das die Seeadler durch die eigenen Minensperre fahren musste ist nicht ungewöhnlich, aber das klingt gefährlicher als es war. Es gab kartierte/markierte Wege durch die Minensperren. Die Markierungen natürlich so das der Gegner diese nicht erkennen konnte.

    Unterschied „normale Flagge“ und Kriegsflagge ist einfach nur das die Kriegsflagge die Nationalflagge ist die Kriegsschiffe verwenden. Unterscheidet sich mehr oder weniger von der die Zivile Schiffe führen.

    Zu dem zeigen einer falscher Flagge bis zum letzten Moment. Das war nicht ungewöhnlich, aber eine rechtliche Grundlage dafür finde ich leider nix. Tippe mal auf Gewohnheitsrecht. Aber hier habt ihr immerhin einen Text mit schön vielen langen Titel: https://web.archive.org/web/20080411230103/http://www.brandtcomputer.de/Voelkerrecht/Texte/1910_283.html Vielleicht hat ja Lord Dominik irgendwann einmal ein „u.s.w.“ im Titel 😉

    Frachtschiffe ohne Besatzung, gibts bis jetzt nicht. Vielleicht ein paar Experimentalschiffe, ähnlich wie bei Autos. Man sollte auch bedenken das die Besatzung durchaus während der überfahrt beschäftigt ist und das nicht nur mit Navigation und Co sondern vor allem auch mir Wartung. Man hat so weit ich weiß in den letzten Jahren wohl die Besatzungszahl wieder leicht erhöht.

    UKW Radios gab es noch nicht, aber Funk gab es natürlich. Auch weltumspannend. Dafür ist ja UKW auch eher ungeeignet.

    • Der Jürgen
      Der Jürgen
      Veröffentlicht 16:17h, 02 März Antworten

      Hey Dirk!

      Ich wusste, auf unsere Hörer ist Verlass! Danke für deine Erklärungen, das macht schon einiges klarer.

      Schöne Grüße, auch von seiner Exzellenz, dem Grafen Joseph Tornielli Brusati di Vergano, Senator des Königreichs, Botschafter Seiner Majestät des Königs in Paris, Mitglied des Ständigen Schiedshofs, Präsidenten der Italienischen Delegation,
      Jürgen

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    Robert
    Veröffentlicht 14:18h, 02 März Antworten

    Hallo Ihr 3,

    das war wieder eine sehr interessante Folge. Bei uns in Würzburg gibt es tatsächlich einen Graf-Luckner-Weiher, daher war mir der Name schon bekannt. Ich hatte allerdings keine Ahnung, wer dieser Herr war. Der Weiher gehört dem Modell-Sport-Club Würzburg, der darauf seine Schiffchen fahren lässt. Auf einer Gedenktafel steht, dass Felix von Luckener 1958 zum Ehrenpräsidenten des Nauticus, dem deutschen Dachverband der Schiffsmodellbauer ernannt wurde. So kam der Weiher also zu seinem Namen.

    Quelle; https://wuerzburgwiki.de/wiki/Graf-Luckner-Weiher

    *** Spoiler ***

    Während Eures Podcasts fragte ich mich, warum man so einen kleinen Tümpel vor der Stadt seinen Namen gab. Wenn er so ein Held war, sollte doch eigentlich eine Straße oder eine Brücke seinen Namen tragen. Am Ende hatte ich eine Ahnung, warum.

    • Der Jürgen
      Der Jürgen
      Veröffentlicht 16:18h, 02 März Antworten

      Der Graf-Luckner-Gedächtnis-Modellschifffahrtsweiher. Großartig! 😉

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    Christian Weigel
    Veröffentlicht 18:09h, 06 März Antworten

    Was für eine schöne Folge! Von mir aus könntet Ihr jede zweite Folge mit nautischen Abenteuern machen!
    Was mir noch einfällt – Kommentator Dirk hat ja schon alles geklärt – wäre Folgendes:
    Ihr hättet vielleicht als Anhang oder Einschub auf den Unterschied zwischen Q-Schiffen (sogenannten „U-Boot-Fallen“) und Hilfskreuzern eingehen können und was passiert wäre, wenn die Seeadler an ein solches geraten wäre…

    • Der Jürgen
      Der Jürgen
      Veröffentlicht 07:35h, 07 März Antworten

      Hey Christian!

      Danke für Deinen Kommentar. In der Tat hab ich da noch ein paar Themen im Köcher … du darfst gespannt sein. Was U-Boot-Fallen angeht: Spannend, dass der Luckner diesen „Angstgegner“ nicht in seiner Biografie erwähnt hat. Deshalb hatte ich diesen Aspekt von Seekriegsführung wohl auch nicht auf dem Radar (oder weil Radar erst im 2. Weltkrieg zum Einsatz kam?). Mea culpa.

      Wir hören uns (hoffentlich trotzdem beim nächsten Mal wieder)!
      Jürgen

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        Dirk
        Veröffentlicht 09:50h, 08 März Antworten

        Ich schätze mal der Grund ist das die U-Boot Fallen für einen Hilfskreuzer eben gerade nicht de Angstgegner ist. Im 1. Weltkrieg war die Reichweite der Deutschen U-Boote noch relativ klein. Sprich der U-Boot Krieg fand nur in einem kleinem teil des Atlantiks statt, dort aber war die Seemöwe nur sehr kurz unterwegs.

        Dazu kommt das die Englischen Q-Ships vom Ausrüstungskonzept (nicht der Einstsstrategie) den Deutschen Hilfskreuzern relativ ähnlich waren. Sprich sie wären relativ gleichwertige Gegner gewesen (Ok, die Seemöwe war für einen Hilfskreuzer eher schwach bewaffnet).

        Es gab meines wissen nur einen Fall in dem ein Hilfskreuzer einen gegnerischen Kreuzer Versenkt hat. Wobei sich Sydney und Kormoran gegenseitig Versenkt haben. Das ist dann aber mehr eine Geschichte für Hoaxilla ist.

        Auch ich mag Kapitelmarken, ich brauche sie eher nicht beim normalen hören. Aber gerade wenn ich Kommentieren will muß man stellen noch mal nachhören das wäre ohne Kapitalmarken deutlich schwieriger.

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    Stephanie
    Veröffentlicht 14:44h, 07 März Antworten

    Ich bin so auf der Hälfte der Folge und wollte Euch trotzdem einen zeitnahen Kommentar da lassen. Interessantes Thema wieder mal. Ich finde die Folge etwas arg lang, was aber dem Umfang des Themas zu Grunde liegt. Ich verliere zwar ab und zu den Faden, aber dafür liebe ich ja Eure Kapitelmarken. Ein Hoch auf die Kapitelmarken an dieser Stelle! Die T-shirts sind übrigens super.

    • Der Jürgen
      Der Jürgen
      Veröffentlicht 14:56h, 07 März Antworten

      Jemand benutzt die Kapitelmarken! Das ist der glücklichste Tag in meinem Leben! 😉 Danke für diesen Kommentar, Stephanie!

      (Was das Abschweifen angeht, würde ich ja gerne Besserung geloben … aber wir wissen beide, dass daraus wohl eher nichts wird. Dann doch lieber Kapitelmarken.)

      • Avatar
        Stephanie
        Veröffentlicht 08:53h, 08 März Antworten

        Ich finde eure Abschweifer und „themafernen“ Reaktionen immer sehr amüsant. Bitte nicht einstellen! ; ) Zum Beispiel die Sache mit der Zahnpasta und Orangensaft am Anfang oder „Dann gründen sie eine Kokosnussreligion!“. Ich liege oft quasi lachend am Boden bei sowas.

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    minilancelot
    Veröffentlicht 19:21h, 07 März Antworten

    Hallo ihr Drei,

    Wow, was für eine coole Folge. Zuerst schaute ich auf die Zeit und dachte mir, ach herrjeh, das wird aber ganz schön lang. Aber, die Folge war wirklich super spannend und die Zeit verging wie im Fluge. Das Buch habe ich mir jedenfalls mal auf meine A….. Liste gesteckt und es kann durchaus passieren, daß ich mir dieses Buch mal holen werde. Natürlich über euren Bestelllink… Zum vorherigen Kommentar bei Stephanie kann ich nur sagen, ja, sie hat vollkommen recht. Ein HOCH auf die Kapitelmarken. Ich benutze sie immer wieder ganz gerne. Auch die Internetseite der Folge schaue ich mir gerne an, vor allen Dingen, wenn mich ein Thema stark gefesselt hat. Immer auf der Suche dann nach ein paar Links um selber noch etwas nachzulesen.

    • Philipp
      Philipp
      Veröffentlicht 19:39h, 07 März Antworten

      Oh vielen Dank für das tolle Feedback!
      Die Kapitelmarken sind immer etwas mehr Arbeit im Schnitt – toll das sie auch genutzt werden.

      Ich selbst liebe Kapitelmarken in anderen Podcasts: So kann man anderen Leuten einfach Stellen „zeigen“ oder wieder Einsteigen, wenn man unterbrochen wurde. Auch kann man den Anfang
      überspringen, wenn man gerade nur Interesse an der Story selbst hat.

      Zu den Themen: Jürgen hat wirklich das Talent mir selbst eine Sport-Story schmackhaft zu machen, in dem er uns auf so eine spannende Reise schickt. Schön, dass es den (passiv) Hörenden auch so geht!

      Grüße aus Nürnberg,

      Kapitelmarken-Philipp

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